Akademiker und arbeitslos - was ist das für ein Gefühl?

Akademiker und arbeitslos – wie fühlt sich das an? [Interview]

Chris ist 30 Jahre alt, Akademiker und arbeitslos – bis er nach zwei Jahren endlich einen Job findet. Bis es aber soweit ist wandert er auf einem steinigen Weg voller Selbstzweifel, schreibt unzählige Bewerbungen und wird dazu sogar noch Vater. Rückblickend lässt er uns daran teilhaben, wie es aus seiner Sicht zu der Arbeitslosigkeit kommen konnte, wie er zwei Jahre mit sich selbst zu kämpfen hatte, und was er im Nachhinein anders machen würde.

Akademiker und arbeitslos – man könnte meinen, dass das nicht zusammen passt. Wer studiert hat, sollte doch direkt einen Job finden, oder nicht? Tatsächlich liegt die Quote der arbeitslosen Akademiker laut Alexander Kubis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, bei durchschnittlich gerade mal 2,5 Prozent. Will (laut Kubis) heißen: Ein Studium schützt vor Arbeitslosigkeit. Doch so einfach ist es nicht.

Studium ist nicht gleich Studium

Abiturienten überfluten die Universitäten und Fachhochschulen, 58% der jungen Deutschen studieren. Viele von ihnen möchten zum Beispiel „etwas mit Medien“ machen (wie auch ich es getan habe). Das ist prinzipiell nicht verkehrt, schließlich sollte man doch das tun, was einen interessiert. Dass man sich damit aber bei der Jobsuche einer enormen Konkurrenz aussetzt, anders als zum Beispiel unter Informatikern, erkennen viele erst zu spät. Doch es geht gar nicht nur um die Anzahl der Konkurrenten.

So musste auch Chris erfahren, dass man für gute Aussichten auf dem Jobmarkt mehr als einen Studienabschluss benötigt. Er lernte es auf die harte Tour: Erst zwei Jahre nach seinem Abschluss fand er eine Arbeitsstelle. Heute weiß er, was er hätte besser machen können. Was das ist, erzählt er uns im folgenden Interview.

So viel möchte er uns aber schon vorab mit auf den Weg geben: „Hat man ein ungutes Gefühl bei einer Sache, sollte man sie sich noch einmal gründlich überlegen.“

 

Hier gehts zum Download des Interviews mit Chris.

(Bitte entschuldigt die überschaubare Soundqualität – ich gelobe in Zukunft Besserung und Aufnahmen in einer ruhigeren Umgebung 🙂 )

Julian

Einer von euch.

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