Einfach machen lohnt sich

Einfach machen: Warum sich dieses Motto lohnen kann [Artikel]

Einfach machen – oder wie man heute sagt #einfachmachen – ist das aktuelle Kampagnen-Motto der „Wirtschaftsmacht von Nebenan“, dem Handwerk. Da dieses Motto ganz wunderbar einen Gedanken dieses Blogs trifft, möchte ich euch die Kampagne kurz vorstellen, und zeigen, warum es sich lohnt für einen kurzen Moment darüber nachzudenken. Besonders dann, wenn man mit seiner momentanen Situation unzufrieden ist.

Bunte Plakate zieren die grauen Mauern vieler deutscher Städte und bringen damit Farbe und einen Hauch Aufbruchstimmung in den Alltag all jener, die sich von ihnen angesprochen fühlen. Die Kampagne #einfachmachen richtet sich vorrangig an Jugendliche und macht ihnen mit aufmunternden Sprüchen eine Ausbildung im Handwerk schmackhaft. Doch auch alle anderen, z. B. diejenigen, die eine wichtige Entscheidung treffen müssen, dürfen aus unserer Sicht #einfachmachen.

Doch so einfach uns der folgende Plakat-Spruch gegenüber einem Jugendlichen über die Lippen gehen würde:

„Nur wenn du es ausprobierst, weißt du, was nichts für dich ist.“

… so schwer würde es uns fallen, ihn für uns selbst gelten zu lassen. Oder können wir wirklich behaupten, dass Schreinern nichts für uns ist, ohne es je probiert zu haben? Oder Schneidern? Brauen vielleicht? Schon eher? Na siehst du 🙂

Wir haben noch genug Zeit

Aber warum fällt es uns so schwer? Vermutlich weil wir keine 16 mehr sind.

Bedenkt man aber, dass man gemäß aktueller Lebenserwartungen in Deutschland selbst mit 30 Jahren noch über 50 Jahre vor sich hat, so darf man doch mit Fug und Recht zu sich selbst sagen:

„Keine Panik, du bestimmt heute nicht den Rest deines Lebens.“

Gerade kleinere Entscheidungen könnten mit #einfachmachen schnell getroffen werden. Doch auch dann, wenn man sich in seiner aktuellen Lage (z. B. Ausbildung, Job oder Beziehung) unzufrieden fühlt und etwas ändern möchte, kann dieses Motto am Ende den letzten Impuls geben. Ob die Entscheidung letztlich richtig war, weiß man sowieso erst hinterher. Wenn man aber vor ihr wegläuft, ärgert man sich womöglich ein Leben lang.

Hätte ich vor einigen Jahren nicht endlich einmal Spargel probiert, wüsste ich wohl heute noch nicht, wie lecker er sein kann. Hätte ich mich vor einigen Monaten von dem Gedanken „Das liest doch sowieso keiner“ lenken lassen, gäbe es diesen Blog nicht.

Und hätte ich diesen einen Abend vor acht Jahren lieber gemütlich vor dem Fernseher verbracht, statt mit Freunden auszugehen, hätte ich dieses Jahr sicher nicht geheiratet.

In diesem Sinne sollten wir vielleicht wirklich öfter: einfach machen.

 

Julian

Einer von euch.

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